Die Kunst der japanischen Messer
Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von Immobilienmakler Bad Schwalbach
In der Welt der Kochkunst gibt es kaum ein Werkzeug, das so viel Respekt und Bewunderung genießt wie das japanische Messer. Diese Präzisionswerkzeuge vereinen jahrhundertealte Handwerkskunst mit modernster Metallurgie und haben sich ihren Platz in den anspruchsvollsten Küchen der Welt verdient. Für ambitionierte Hobbyköche und Profiköche gleichermaßen stellen sie oft die Krönung der Küchenausstattung dar. Doch was macht diese Schneidwerkzeuge so besonders und warum sollte man in sie investieren?
Die faszinierende Geschichte japanischer Messer
Die Tradition japanischer Klingen reicht weit zurück und ist eng mit der Samurai-Kultur verwoben. Die Schmiedetechniken, die einst für die legendären Samurai-Schwerter entwickelt wurden, finden heute in der Herstellung von Küchenmessern ihre Fortsetzung. Diese kulturelle Verbindung erklärt die fast spirituelle Beziehung, die viele japanische Köche zu ihren Messern pflegen. Jedes japanische Messer erzählt eine Geschichte von Tradition, Präzision und unermüdlichem Streben nach Perfektion.
Im Gegensatz zu westlichen Messern, die oft für vielseitige Anwendungen konzipiert sind, wurden japanische Messer traditionell für sehr spezifische Aufgaben entwickelt. Diese Spezialisierung hat zu einer bemerkenswerten Vielfalt an Messerformen geführt, jede optimiert für bestimmte Schneideaufgaben. Diese Philosophie der Zweckbestimmung spiegelt die japanische Herangehensweise wider: Perfektion durch Fokussierung und Spezialisierung.
Warum japanische Messer die erste Wahl für Profiköche sind
Der primäre Grund, warum japanische Kochmesser in professionellen Küchen so geschätzt werden, liegt in ihrer überragenden Schärfe und Präzision. Die typischerweise dünneren Klingen und der höhere Härtegrad des verwendeten Stahls ermöglichen ein Schnittverhalten, das mit herkömmlichen westlichen Messern kaum zu erreichen ist. Diese Eigenschaften sind besonders wichtig, wenn es um die Zubereitung von Gerichten geht, bei denen Präzision und saubere Schnitte nicht nur ästhetisch wichtig sind, sondern auch den Geschmack und die Textur der Lebensmittel beeinflussen.
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Ein weiterer Vorteil liegt in der Ergonomie und Balance japanischer Messer. Viele Modelle sind leichter als ihre westlichen Gegenstücke, was längeres Arbeiten ohne Ermüdung ermöglicht. Die sorgfältig durchdachte Gewichtsverteilung und Griffform unterstützen präzise Schneidetechniken und reduzieren die Belastung des Handgelenks. Ein gut ausbalanciertes japanisches Messer fühlt sich wie eine natürliche Verlängerung der Hand an – ein Aspekt, den professionelle Köche, die stundenlang präzise Schneidarbeiten durchführen müssen, besonders zu schätzen wissen.
Die wichtigsten Typen japanischer Messer und ihre Anwendungen
Die Welt der japanischen Messer ist vielfältig und kann für Einsteiger zunächst überwältigend wirken. Hier sind die wichtigsten Typen, die in keiner gut ausgestatteten Profiküche fehlen sollten:
Das Gyuto Messer ist das japanische Pendant zum westlichen Kochmesser und zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit aus. Mit seiner leicht gebogenen Klinge eignet es sich hervorragend für die Wiegeschnitttechnik und bewältigt mühelos das Schneiden von Fleisch, Fisch und Gemüse. Die typischerweise dünnere Klinge im Vergleich zu westlichen Kochmessern ermöglicht präzisere Schnitte bei geringerem Kraftaufwand.
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Das Santoku Messer („Drei Tugenden“) verdankt seinen Namen der Tatsache, dass es gleichermaßen gut für Fleisch, Fisch und Gemüse geeignet ist. Die breitere Klinge mit geradem Schneideprofil und abgerundeter Spitze macht es zum idealen Werkzeug für präzise Scheiben- und Würfelschnitte. Viele Profiköche schätzen das Santoku für seine Ausgewogenheit zwischen Vielseitigkeit und Präzision, was es zu einem ausgezeichneten Alltagsmesser macht.
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Für feinste Schneidarbeiten ist das Nakiri mit seiner rechteckigen Form und der geraden Schneide die erste Wahl. Ursprünglich entwickelt für das Schneiden von Gemüse, ermöglicht es durch seine flache Klinge präzise, gerade Schnitte und eignet sich hervorragend für dünnste Scheiben und Juliennes. Die zweischneidige Klinge erlaubt außerdem ein müheloses Schneiden ohne seitliches „Ziehen“ des Messers.
Das Yanagiba ist der unbestrittene Spezialist für Sashimi und rohen Fisch. Mit seiner langen, schmalen, einschneidigen Klinge ermöglicht es das Schneiden von Fisch in einem einzigen, fließenden Zug, was die Zellstruktur schont und somit Geschmack und Textur bewahrt. Die Beherrschung eines Yanagiba gilt als hohe Kunst unter Sushi-Meistern und verdeutlicht den spezialisierten Charakter japanischer Messer.
Materialien und Klingenstähle – Das Herz japanischer Messer
Die überragende Leistung japanischer Messer ist untrennbar mit den verwendeten Materialien verbunden. Traditionelle japanische Messerschmiede verwenden häufig hochkohlenstoffhaltige Stähle wie White Steel (Shirogami) und Blue Steel (Aogami), die für ihre außergewöhnliche Schärfe und Schneidhaltigkeit bekannt sind. Diese Stähle ermöglichen dünnere, härtere Klingen, die eine Schärfe erreichen können, die mit weicheren Stählen unmöglich wäre.
Besonders beeindruckend sind Damastmesser Japan, bei denen verschiedene Stahlsorten in mehreren Lagen geschmiedet werden. Diese Technik vereint die Vorteile unterschiedlicher Stähle: der harte Kernstahl sorgt für außergewöhnliche Schärfe, während die umgebenden weicheren Stahlschichten Stabilität und Flexibilität bieten. Das charakteristische Wellenmuster, das durch das Ätzen der Klinge sichtbar wird, macht jedes Damastmesser zu einem einzigartigen Kunstwerk.
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In den letzten Jahren haben moderne Pulverstähle wie VG-10 und SG2 zunehmend an Bedeutung gewonnen. Diese hochtechnologischen Legierungen bieten eine hervorragende Balance zwischen Schnitthaltigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Pflegeleichtigkeit – ohne die traditionellen Stähle in Sachen Schärfe zu übertreffen. Sie stellen eine ausgezeichnete Wahl für den professionellen Einsatz dar, wo neben Performance auch Alltagstauglichkeit gefragt ist.
Richtige Pflege und Schärfung – Der Schlüssel zur Langlebigkeit
Mit dem Erwerb eines hochwertigen japanischen Messers geht eine gewisse Verantwortung einher. Diese Präzisionswerkzeuge erfordern mehr Aufmerksamkeit als herkömmliche Küchenmesser, belohnen diese Mühe jedoch mit jahrelanger herausragender Leistung. Die richtige Pflege beginnt mit der sofortigen Reinigung nach Gebrauch – vorzugsweise von Hand mit mildem Spülmittel und warmem Wasser. Der Geschirrspüler ist absolut tabu für hochwertige japanische Messer, da die aggressive Chemie und mechanische Belastung sowohl Klinge als auch Griff beschädigen können.
Die Lagerung spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Idealerweise werden japanische Messer in einem Messerblock aus Holz, einer magnetischen Messerleiste oder in speziellen Messerscheiden aufbewahrt. So wird verhindert, dass die empfindlichen Klingen mit anderen Küchenutensilien in Berührung kommen und beschädigt werden.
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Das regelmäßige Schärfen ist der vielleicht wichtigste Aspekt der Messerpflege. Während westliche Messer oft mit Wetzstählen „begradigt“ werden, erfordern japanische Klingen in der Regel das traditionelle Schärfen auf Wasserschleifsteinen (Whetstones). Diese Technik erfordert etwas Übung, ermöglicht aber eine Schärfe und Präzision, die mit anderen Methoden kaum zu erreichen ist. Für Einsteiger empfiehlt sich ein Messerpflegeset mit verschiedenen Körnungen, beginnend bei etwa 1000er für die grundlegende Formgebung bis hin zu 5000er oder höher für die finale Politur der Schneide. Wie in einem früheren Artikel zur präzisen Messung bereits erwähnt wurde: In der Spitzenküche ist Genauigkeit das A und O – das gilt sowohl für die Zutaten als auch für die verwendeten Werkzeuge.
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Die Investition in Qualität – Preisspannen und Empfehlungen
Die Preisspanne für japanische Messer ist beeindruckend breit. Einsteigertaugliche Modelle von respektablen Herstellern sind bereits ab etwa 80-150 Euro erhältlich und bieten eine deutlich bessere Performance als vergleichbar teure westliche Messer. Im mittleren Segment zwischen 150 und 400 Euro finden sich exzellente Werkzeuge für professionelle Anwendungen, die bei guter Pflege ein Kocherleben lang halten können.
Nach oben sind kaum Grenzen gesetzt – handgeschmiedete Einzelstücke renommierter Meisterschmiede können mehrere tausend Euro kosten und stellen wahre Sammlerstücke dar. Doch unabhängig vom Budget gilt: Ein qualitativ hochwertiges japanisches Messer ist eine Investition, die sich durch präzisere Arbeit, mehr Freude beim Kochen und langfristige Haltbarkeit auszahlt.
Für Einsteiger empfiehlt sich oft, mit einem vielseitigen Gyuto oder Santoku zu beginnen und die Sammlung nach und nach zu erweitern. Mit zunehmender Erfahrung werden die spezifischen Anforderungen klarer, und die Messersammlung kann gezielt ergänzt werden. Dabei sollte die Ergonomie nie vernachlässigt werden – ein Messer muss gut in der Hand liegen und zu den individuellen Arbeitstechniken passen.
Fazit: Mehr als nur Werkzeuge – Eine Philosophie
Japanische Messer sind mehr als nur Schneidwerkzeuge – sie verkörpern eine Philosophie der Exzellenz, des Respekts für Materialien und der Hingabe zum Handwerk. Diese Werte spiegeln sich direkt in der Qualität der zubereiteten Speisen wider. Wie eine robuste Arbeitsfläche für die professionelle Küche bilden sie das Fundament für kulinarische Meisterleistungen.
Die Investition in ein hochwertiges japanisches Messer ist gleichzeitig eine Investition in die eigenen Fähigkeiten und die Qualität der zubereiteten Gerichte. Mit der richtigen Pflege werden diese außergewöhnlichen Werkzeuge zu treuen Begleitern, die mit jedem Schnitt die Freude am Kochen steigern und die Ergebnisse verbessern.
Für ambitionierte Köche und Kulinarik-Enthusiasten führt kaum ein Weg an japanischen Messern vorbei. Sie repräsentieren den Goldstandard in Sachen Präzision, Schärfe und handwerkliche Qualität – Eigenschaften, die in der anspruchsvollen Küche unverzichtbar sind. Die Perfektion eines sauberen Schnitts, die Balance in der Hand und die pure Freude am Arbeiten mit einem exzellenten Werkzeug machen japanische Messer zu einer der lohnendsten Investitionen für jeden, der das Kochen als Kunst begreift.
+ Was macht japanische Messer besser als westliche Küchenmesser?
Japanische Messer überzeugen durch drei entscheidende Vorteile: Sie sind deutlich schärfer, präziser und härter als westliche Messer. Der verwendete hochkohlenstoffhaltige Stahl ermöglicht dünnere Klingen und einen höheren Härtegrad, was zu einem überragenden Schnittverhalten führt.
Besonders Gyuto Messer und Santoku Messer zeigen diese Qualitäten eindrucksvoll. Die bessere Balance und das geringere Gewicht reduzieren Ermüdung bei längeren Schneidarbeiten erheblich.
Ein weiterer Unterschied liegt in der Philosophie: Während westliche Messer oft Allzweckwerkzeuge sind, wurden japanische Küchenmesser für spezifische Aufgaben perfektioniert. Diese Spezialisierung führt zu überlegener Performance in ihrem jeweiligen Einsatzbereich – sei es das Nakiri für Gemüse oder das Yanagiba für Sashimi.
+ Welches japanische Messer sollte ich als erstes kaufen?
Für Einsteiger empfehle ich eindeutig ein Santoku Messer oder Gyuto Messer. Beide sind universell einsetzbar und decken 90% aller Küchenarbeiten ab.
Das Santoku („Drei Tugenden“) eignet sich gleichermaßen für Fleisch, Fisch und Gemüse. Mit seiner kürzeren, breiteren Klinge (typisch 16-18 cm) ist es besonders handlich und ideal für präzise Würfel- und Scheibenschnitte. Das Gyuto ist das japanische Pendant zum westlichen Kochmesser mit leicht gebogener Klinge – perfekt für die Wiegeschnitttechnik.
Preislich sollten Sie für ein qualitativ hochwertiges japanisches Kochmesser zwischen 100-200 Euro einplanen. In diesem Segment erhalten Sie bereits professionelle Qualität. Denken Sie auch gleich an einen passenden Messerschleifstein – die richtige Pflege ist entscheidend für die Langlebigkeit.
+ Wie schärfe ich japanische Messer richtig?
Japanische Messer werden traditionell auf Wasserschleifsteinen geschärft – nicht mit dem Wetzstahl! Diese Methode ermöglicht die außergewöhnliche Schärfe, für die japanische Klingen bekannt sind.
Die richtige Technik: Beginnen Sie mit einem 1000er Schleifstein für die Grundschärfung und wechseln dann zu einem 3000er bis 5000er Stein für die Feinpolitur. Der Stein muss vor Gebrauch etwa 10-15 Minuten in Wasser eingeweicht werden.
Halten Sie das Messer in einem Winkel von 15-20 Grad zur Oberfläche und ziehen Sie es in gleichmäßigen Bewegungen über den Stein. Für Einsteiger ist ein Schleifstein-Set mit verschiedenen Körnungen ideal. Alternativ gibt es auch Winkelhalter, die das korrekte Schärfen erleichtern.
+ Was ist ein Damastmesser und lohnt sich die Investition?
Ein Damastmesser besteht aus mehreren Lagen verschiedener Stahlsorten, die miteinander verschmiedet werden – oft 30 bis über 100 Lagen. Diese Technik vereint die Vorteile unterschiedlicher Stähle: Der harte Kernstahl sorgt für extreme Schärfe, während die umgebenden weicheren Schichten Flexibilität und Stabilität bieten.
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Die Vorteile: Damastmesser zeichnen sich durch außergewöhnliche Schnitthaltigkeit, reduzierte Haftung von Schneidgut und natürlich das markante Wellenmuster aus. Dieses macht jedes japanische Damastmesser zu einem Unikat.
Die Investition lohnt sich definitiv für ambitionierte Köche, die Wert auf Qualität und Ästhetik legen. Achten Sie jedoch darauf, echte Damastmesser zu kaufen – nicht nur optisch gemusterte Klingen. Qualitativ hochwertige Damast-Kochmesser beginnen bei etwa 150 Euro. Kombinieren Sie es am besten mit einem passenden Messerblock zur sicheren Aufbewahrung.
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+ Wie pflege und lagere ich japanische Messer richtig?
Die richtige Pflege entscheidet über die Lebensdauer Ihrer japanischen Messer. Grundregel Nummer eins: Niemals in die Spülmaschine! Reinigen Sie das Messer sofort nach Gebrauch von Hand mit warmem Wasser und mildem Spülmittel, trocknen Sie es gründlich ab.
Zur Lagerung eignen sich am besten magnetische Messerleisten, Messerblöcke aus Holz oder spezielle Messerscheiden. So vermeiden Sie Kontakt mit anderen Utensilien, der die empfindliche Schneide beschädigen könnte.
Verwenden Sie ausschließlich Schneidebretter aus Holz oder hochwertigem Kunststoff – niemals Glas oder Keramik. Für die regelmäßige Pflege empfiehlt sich ein Messerpflege-Set mit Schleifsteinen und gegebenenfalls Kamelienöl zum Schutz vor Oxidation bei hochkohlenstoffhaltigen Stählen.
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+ Welche Stahlsorten werden für japanische Messer verwendet?
Bei japanischen Kochmessern kommen hauptsächlich drei Stahlkategorien zum Einsatz: traditionelle Kohlenstoffstähle, rostfreie Stähle und moderne Pulverstähle.
White Steel (Shirogami) und Blue Steel (Aogami) sind traditionelle hochkohlenstoffhaltige Stähle, die außergewöhnliche Schärfe ermöglichen, aber anfälliger für Rost sind und mehr Pflege benötigen. VG-10 Stahl ist ein beliebter rostfreier Stahl, der gute Schärfe mit Korrosionsbeständigkeit verbindet – ideal für den professionellen Alltag.
Moderne Pulverstähle wie SG2 (auch R2 genannt) bieten die beste Balance aus allen Welten: extreme Härte, hervorragende Schnitthaltigkeit und gute Rostbeständigkeit. Damastmesser mit VG-10 Kern kombinieren diese Eigenschaften mit ästhetischer Schönheit. Für Einsteiger empfehle ich rostfreie Varianten – sie verzeihen Pflegefehler eher und eignen sich besser für den täglichen Einsatz.
+ Was ist der Unterschied zwischen Santoku und Gyuto Messern?
Sowohl Santoku als auch Gyuto sind vielseitige Allzweckmesser, unterscheiden sich aber in Form und Schnittverhalten deutlich.
Das Santoku (typisch 16-18 cm) hat eine breitere, kürzere Klinge mit geradem Schneidprofil und abgerundeter Spitze. Es eignet sich hervorragend für präzise Auf-Ab-Schnitte und ist besonders bei Gemüse, Fisch und dünn geschnittenem Fleisch stark. Die kompaktere Bauweise macht es handlicher und kontrollierbarer.
Das Gyuto (meist 20-27 cm) ähnelt mehr dem westlichen Kochmesser mit seiner leicht gebogenen Klinge. Diese Krümmung ermöglicht die klassische Wiegeschnitttechnik und macht es ideal für kontinuierliches Schneiden und größere Fleischstücke. Die längere Klinge bietet mehr Reichweite bei großen Zutaten.
Für kleinere Küchen und präzisere Arbeiten empfehle ich das Santoku, für westliche Kochtechniken das Gyuto. Ideal ist natürlich beides im Messerset.
+ Wofür brauche ich ein Nakiri Messer?
Das Nakiri Messer ist der absolute Spezialist für Gemüse und unverzichtbar, wenn Sie viel mit frischen Zutaten arbeiten. Die charakteristische rechteckige Form mit der komplett geraden Schneide ermöglicht präzise, gleichmäßige Schnitte ohne „Hebelbewegung“.
Die Vorteile: Die flache, breite Klinge liegt beim Schneiden vollständig auf dem Schneidebrett auf – perfekt für hauchdünne Scheiben, Julienne-Streifen und präzise Würfel. Anders als bei gebogenen Klingen müssen Sie das Messer nicht wiegen, sondern führen es einfach gerade nach unten. Das schont die Zellstruktur des Gemüses und erhält Frische und Knackigkeit.
Die Breite der Klinge eignet sich zudem hervorragend zum Aufnehmen und Transportieren des geschnittenen Gemüses. Wenn Sie häufig asiatisch kochen oder Wert auf perfekt geschnittenes Gemüse legen, ist ein Nakiri eine lohnende Ergänzung zu Ihrem japanischen Messerset.
+ Sind japanische Messer ihr Geld wirklich wert?
Ja, definitiv – wenn Sie Wert auf Qualität, Präzision und langfristige Investition legen. Japanische Profi-Messer bieten eine Schärfe und Schnittqualität, die mit herkömmlichen Messern unerreichbar ist.
Konkrete Vorteile: Die überlegene Schärfe bedeutet sauberere Schnitte, die die Zellstruktur von Lebensmitteln weniger beschädigen – das erhält Geschmack, Textur und Nährstoffe. Sie arbeiten schneller, präziser und mit weniger Kraftaufwand. Ein qualitativ hochwertiges Gyuto oder Santoku Damastmesser hält bei richtiger Pflege ein Leben lang.
Für Einsteiger sind bereits Messer ab 100-200 Euro erhältlich, die deutliche Qualitätssprünge bieten. Investieren Sie lieber in ein hervorragendes japanisches Kochmesser im mittleren Preissegment als in mehrere mittelmäßige Messer. Denken Sie daran, auch in einen guten Schleifstein zu investieren – er ist Teil der Gesamtinvestition.
+ Kann ich japanische Messer für alle Schneidarbeiten verwenden?
Ja und nein – japanische Küchenmesser sind extrem vielseitig, haben aber auch Grenzen. Ein Gyuto oder Santoku bewältigt problemlos 90% aller Küchenaufgaben: Gemüse, Fleisch, Fisch, Kräuter und weiches Brot.
Wofür sie NICHT geeignet sind: Vermeiden Sie das Schneiden von Knochen, gefrorenen Lebensmitteln oder extrem harten Materialien – die harten, dünnen Klingen können dabei Schaden nehmen oder ausbrechen. Dafür sollten Sie ein robusteres westliches Hackmesser verwenden. Auch zum Hebeln (z.B. Avocadokerne entfernen) sind sie ungeeignet.
Verwenden Sie immer ein geeignetes Holz- oder Kunststoff-Schneidebrett – niemals Glas oder Marmor. Für spezialisierte Aufgaben wie Filetieren empfiehlt sich zusätzlich ein flexibles Filetiermesser. Die beste Lösung ist ein durchdachtes japanisches Profi-Messerset mit mehreren spezialisierten Klingen.